Freiheitliche Bauern fordern ein rasches Dürre-Hilfspaket für Kärntens Landwirtschaft
LK-Vizepräsident Roman Linder: „Die außergewöhnliche Trockenheit bringt viele Betriebe an ihre Belastungsgrenze – jetzt braucht es konkrete finanzielle Unterstützung statt bloßer Ankündigungen.“
Die Freiheitlichen Bauern Kärnten fordern die Landesregierung und insbesondere Agrarlandesrat Martin Gruber auf, rasch ein umfassendes Dürre-Hilfspaket für die Kärntner Landwirtschaft auf den Weg zu bringen. Die außergewöhnliche Trockenheit und die noch nie dagewesene Dürresituation stellen viele landwirtschaftliche Betriebe vor massive Herausforderungen.
„Die Kärntner Bäuerinnen und Bauern stehen vor einer Ausnahmesituation. Die Kombination aus enormem Kostendruck, steigender Bürokratie und jetzt auch noch massiven Ernteausfällen bringt viele Betriebe an ihre wirtschaftlichen Grenzen“, erklärt LK-Vizepräsident Roman Linder. Betroffen seien sämtliche Bereiche der Landwirtschaft – vom Grünland über Ackerkulturen bis hin zur Almwirtschaft.
Besonders dramatisch sei die Situation bei der Futterversorgung. Durch die massiven Ernteausfälle und die dadurch entstehende Futterknappheit werden viele Betriebe gezwungen sein, ihre Viehbestände zu reduzieren. „Wenn zahlreiche Landwirte aufgrund der schwierigen Situation Tiere verkaufen müssen, wird das zwangsläufig zu einem Überangebot am Markt und damit zu einem Preisverfall führen. Die Folge sind weitere Einkommenseinbußen für unsere bäuerlichen Familienbetriebe und eine zusätzliche Beschleunigung des Bauernsterbens“, warnt Linder.
Die Freiheitlichen Bauern sehen daher dringenden Handlungsbedarf seitens der Landesregierung. Eine reine Futterbörse könne die Probleme nicht lösen. „Eine Futterbörse ist zwar eine kurzfristige Maßnahme, aber sie ersetzt keinen finanziellen Ausgleich für die entstandenen Schäden. Unsere Bäuerinnen und Bauern brauchen echte Unterstützung, damit sie diese Krise überstehen können“, so Linder.
Gefordert wird ein umfassendes Dürre-Hilfspaket, das die Ernteausfälle abfedert und die Existenz der landwirtschaftlichen Betriebe sichert. Nur so könne die strukturerhaltende Landwirtschaft in Kärnten erhalten bleiben.
„Unsere Landwirtschaft sichert nicht nur Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung, sondern auch die Lebensmittelversorgung der Kärntnerinnen und Kärntner. Wer die heimische Landwirtschaft erhalten will, muss jetzt handeln“, betont LK-Vizepräsident Roman Linder abschließend.